


An der Vereinsversammlung vom 24. März 2023 wurde das Projekt «Ersatz der Rampe vor dem Bootshaus» vorgestellt. Die Holzrampe hat nach 12 Jahren leider ihre Lebensdauer wieder erreicht. Die Versammlung hat dem Antrag des Vorstandes zugestimmt, für die Erneuerung Gelder aus dem Bootshaus-Renovationsfonds zu verwenden. Das Projekt sah vor, die Unterkonstruktion neu in Stahl zu erstellen. Die Abdeckung erfolgte wie bisher mit 4 cm dicken Douglasien-Bretter. Es wurden gut auswechselbare Holzroste mit je 5 Brettern vom Holzlieferanten vorfabriziert. Diese wurden auf die Stahlkonstruktion verlegt und an einzelnen Stellen nach unten verschraubt. Die Stahlbauarbeiten (Produktion und Montage) und die Holzroste (Produktion und Lieferung) wurden von den beauftragten Unternehmern ausgeführt. Die übrigen Arbeiten erfolgten in Fronarbeit.
Der baufällige 18-jährige Bootssteg aus den Anfängen des Ruderbetriebes in Sarnen musste 2014 ersetzt werden – und er sollte viel grösser werden. Der Ruderbetrieb hatte seit 1996 stark zugenommen (Mitgliederzuwachs beim RCS, Trainingslager des SRV, Schulrudern, Gästerudern, etc.). Zudem sollte die RCS-Mitglieder zukünftig ohne nasse Füsse mit dem Achterboot einwassern – mit dem alten Steg waren nasse Füsse immer garantiert.

Vorbereiten der Stegabdeckung von 60 Holzrosten:
Jörg Stauber, Mitglied des RCS und von Beruf Bauingenieur, hatte zusammen mit Vertretern der Bootshauskommission verschiedene Varianten geprüft, statische Berechnungen durchgeführt und Offerten für verschiedene Konstruktionsarten eingeholt. Schlussendlich hat man sich für eine ähnliche Konstruktion, wie bereits 1996 ausgeführt, entschieden. Der Schwimmpontonteil des Steges wurde von 9 Meter auf 20 Meter verlängert und die Breite von 2 Meter auf 2.5 Meter vergrössert. Aus diesen Massnahmen heraus ergab sich eine Verbesserung der Wasserlage und der Stabilität des Steges. Die Engpässe beim Ein- und Auswasser der Boote konnten dank der neuen Stegabmessungen reduziert werden. Die Fabrikation der vier massiven Stahlrahmen mit der Befestigung von 60 Schwimmkörpern erfolgte durch der Firma Wolfisberg Metallbau AG in Sarnen. Clubmitglieder haben in über 300 Frondienststunden die Bretterabdeckung in Form von 60 Einzelrosten am Land vorfabriziert. Nachdem die vier Stahlrahmen mit einem Autokran am Standort des alten Steges montiert waren, haben die Helfer am 15. November 2014 die Holzroste auf der Stahlkonstruktion verlegt und verschraubt
Wichtige Stegbau-Meilensteine:

Konstruktionsbeschrieb
Kosten

Fredy Blättler, Präsident RCS 2014 – 2023 bei der Einweihung des neuen Stegs.

Einsegnung des neuen Stegs durch Pater Beda vom Benediktiner Kollegium.

Die 360 m2 grosse und holzbeplankte Rampe vor dem Bootshaus musste 2012 ersetzt werden. Das der Witterung ausgesetzte Holz hatte seine Lebensdauer erreicht und die verschiedenen Hochwasser der letzten Jahre hatten der Holzkonstruktion zugesetzt. An einer ausserordentlichen Vereinsversammlung am 15. Dezember 2011 haben die Mitgleider des RCS das Erneuerungsprojekt und die Kosten genehmigt. Clubmitglieder haben in der ruderarmen Zeit im Februar und März 2012 die alte Rampe demontiert und neu aufgebaut.

Manfred Wallimann, Mitglied des RCS und der Bootshauskommission, organisierte diese arbeits- und materialintensive Aktion. Es mussten über 20 m3 Holz (Bretter aus Douglasienholz und harte Eichenbalken für den Unterbau) abgelängt, vorgebohrt und verschraubt werden. An fünf Arbeitstagen haben jeweils bis zu 20 Mitglieder ihre Zimmermannskünste eingesetzt. Es galt über 100 Balken, 1000 Bretter, 5000 Abstandhalter und 10’000 Schrauben zu verarbeiten. Die Materialkosten beliefen sich auf rund CHF 35’000 und konnten dem Unterhalts- und Erneuerungsfonds entnommen werden. Der Unterhalts- und Erneuerungsfonds wird seit der Inbetriebnahme des Bootshauses vom RCS und vom SRV mit einem jährlichen Beitrag gespiesen.

Die fertige Rampe des Ruderclubs Sarnen.
Im Frühling 2000, nur vier Jahre nach der Vereinsgründung, konnte der RCS in ein eigenes grosszügiges Bootshaus mit Garderoben, Werkstatt und Clubraum einziehen.

Bootshausmodell von 1998.
Als Standort wurde ein bewilligungsfähiger Bauplatz im Sarner Seefeld, sehr nahe beim bereits realisierten Bootssteg und beim Haus des schweizerischen Rudersportes, gefunden. Die Lage des denkmalgeschützten Pulverturmes musste berücksichtigt werden. Ein Standort mit direktem Seeanstoss war in diesem Gebiet leider nicht möglich.

Projektpräsentation an der GV im Januar 1998
Die Projektierung und Bauleitung wurde durch Architekt Karl Burch und seine Firma agraplan GmbH, Wilen ausgeführt. Karl Burch war Gründungsmitglied des RCS und Hauptinitiant für die schnelle und gelungene Realisierung des Bootshausprojektes. Der RCS verdankt dem leider viel zu früh verstorbenen «Macher» sehr viel.
Bauherren waren der RCS und der SRV. Der SRV wurde durch die neu gegründete Stiftung «Haus des Schweizer Rudersports» vertreten. Die Federführung lag beim RCS. Die Gebäudenutzung wurde mit zwei Drittel durch den RCS und ein Drittel durch den SRV vereinbart. Zudem entstand eine gemeinsame Bootshaus-Kommission für den späteren Betrieb und den Unterhalt.
Wichtige Meilensteine

Bootshausbau
Projektbeschrieb:
Kosten:

Das fertiggestellte neue Bootshaus am Einweihungstag 8. April 2000
Die Gefahren des Hochwassers

Hochwasser im Mai 1999.

Aus der Vogelperspektive: Blick auf das Bootshaus während des Hochwassers im Mai 1999.

23.8.2005 Luftaufnahme Seefeld mit Bootshaus
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