



Erneuerung Rampe vor Bootshaus 2024
Zwölf Jahre nach der letzten Erneuerung im Jahre 2012 musste die grosse Holzrampe vor dem Bootshaus wieder ersetzt werden. Die der Witterung ausgesetzte Holzkonstruktion hatte das «Lebensende» erreicht. An vielen Stellen war die Unterkonstruktion mit der Bretterabdeckung angefault und wurde zum Sicherheitsrisiko für uns Ruderer.
Nach einem umfassenden Variantenstudium wurde entschieden, den holzigen Unterbau mit einer feuerverzinkten Stahlkonstruktion zu ersetzten. Die Hauptträger, bestehend aus sechs HEA 180-Profilen (je 19 m lang) und die 30 Sekundärträger aus UPE 80-Profilen (ebenfalls je 19 m lang) wog rund 9,5 Tonnen. Für die Abdeckung wurden 650 Bretter (Holzart: Douglasie; 3740 mm x 140 mm x 42 mm) benötigt. Es wurden 130 Holzroste mit je 5 Brettern vorfabriziert. Die Stahlkonstruktion war mit millimetergenau aufgeschweissten Stahlwinkeln versehen, was das Versetzen der 55 kg schweren Holzroste sehr vereinfachte.
Die Stahlbaukonstruktion wurde von der Firma Wolfisberg Metallbau AG Sarnen geliefert und montiert. Die Holzlieferung und die Vorfabrikation der Holzroste erfolgte durch die Firma Holzbautechnik Burch AG Sarnen. Mitglieder des RC Sarnen übernahmen in Fronarbeit die Abbrucharbeiten der alten Rampe, die Montage und Verschraubung der Holzroste, die Projektleitung und Bauleitung. Über 40 Helfer waren rund 350 Stunden im Einsatz. Die Ausführung vor Ort erfolgte vom Samstag, 16. März 2024 (Abbruch alte Rampe) bis Freitagabend, 22. März 20224.
Der Kostenvoranschlag von 2023 betrug CHF 125’000.- und konnte eingehalten werden. Die Abrechnungskosten betrugen CHF 115’750.-, ohne die Beiträge von Gemeinde, Kanton und Bundesamt für Sport (NASAK). Dank dem gut gefüllten Bootshaus-Renovationsfonds des RCS und des SRV und den Beiträgen war die Finanzierung gesichert.
Juli 2026 – jst

Der baufällige 18-jährige Bootssteg aus den Anfängen des Ruderbetriebes in Sarnen musste 2014 ersetzt werden – und er sollte viel grösser werden. Der Ruderbetrieb hatte seit 1996 stark zugenommen (Mitgliederzuwachs beim RCS, Trainingslager des SRV, Schulrudern, Gästerudern, etc.). Zudem sollte die RCS-Mitglieder zukünftig ohne nasse Füsse mit dem Achterboot einwassern – mit dem alten Steg waren nasse Füsse immer garantiert.

Vorbereiten der Stegabdeckung von 60 Holzrosten:
Jörg Stauber, Mitglied des RCS und von Beruf Bauingenieur, hatte zusammen mit Vertretern der Bootshauskommission verschiedene Varianten geprüft, statische Berechnungen durchgeführt und Offerten für verschiedene Konstruktionsarten eingeholt. Schlussendlich hat man sich für eine ähnliche Konstruktion, wie bereits 1996 ausgeführt, entschieden. Der Schwimmpontonteil des Steges wurde von 9 Meter auf 20 Meter verlängert und die Breite von 2 Meter auf 2.5 Meter vergrössert. Aus diesen Massnahmen heraus ergab sich eine Verbesserung der Wasserlage und der Stabilität des Steges. Die Engpässe beim Ein- und Auswasser der Boote konnten dank der neuen Stegabmessungen reduziert werden. Die Fabrikation der vier massiven Stahlrahmen mit der Befestigung von 60 Schwimmkörpern erfolgte durch der Firma Wolfisberg Metallbau AG in Sarnen. Clubmitglieder haben in über 300 Frondienststunden die Bretterabdeckung in Form von 60 Einzelrosten am Land vorfabriziert. Nachdem die vier Stahlrahmen mit einem Autokran am Standort des alten Steges montiert waren, haben die Helfer am 15. November 2014 die Holzroste auf der Stahlkonstruktion verlegt und verschraubt
Wichtige Stegbau-Meilensteine:

Konstruktionsbeschrieb
Kosten

Fredy Blättler, Präsident RCS 2014 – 2023 bei der Einweihung des neuen Stegs.

Einsegnung des neuen Stegs durch Pater Beda vom Benediktiner Kollegium.

Die 360 m2 grosse und holzbeplankte Rampe vor dem Bootshaus musste 2012 ersetzt werden. Das der Witterung ausgesetzte Holz hatte seine Lebensdauer erreicht und die verschiedenen Hochwasser der letzten Jahre hatten der Holzkonstruktion zugesetzt. An einer ausserordentlichen Vereinsversammlung am 15. Dezember 2011 haben die Mitgleider des RCS das Erneuerungsprojekt und die Kosten genehmigt. Clubmitglieder haben in der ruderarmen Zeit im Februar und März 2012 die alte Rampe demontiert und neu aufgebaut.

Manfred Wallimann, Mitglied des RCS und der Bootshauskommission, organisierte diese arbeits- und materialintensive Aktion. Es mussten über 20 m3 Holz (Bretter aus Douglasienholz und harte Eichenbalken für den Unterbau) abgelängt, vorgebohrt und verschraubt werden. An fünf Arbeitstagen haben jeweils bis zu 20 Mitglieder ihre Zimmermannskünste eingesetzt. Es galt über 100 Balken, 1000 Bretter, 5000 Abstandhalter und 10’000 Schrauben zu verarbeiten. Die Materialkosten beliefen sich auf rund CHF 35’000 und konnten dem Unterhalts- und Erneuerungsfonds entnommen werden. Der Unterhalts- und Erneuerungsfonds wird seit der Inbetriebnahme des Bootshauses vom RCS und vom SRV mit einem jährlichen Beitrag gespiesen.

Die fertige Rampe des Ruderclubs Sarnen.
Im Frühling 2000, nur vier Jahre nach der Vereinsgründung, konnte der RCS in ein eigenes grosszügiges Bootshaus mit Garderoben, Werkstatt und Clubraum einziehen.

Bootshausmodell von 1998.
Als Standort wurde ein bewilligungsfähiger Bauplatz im Sarner Seefeld, sehr nahe beim bereits realisierten Bootssteg und beim Haus des schweizerischen Rudersportes, gefunden. Die Lage des denkmalgeschützten Pulverturmes musste berücksichtigt werden. Ein Standort mit direktem Seeanstoss war in diesem Gebiet leider nicht möglich.

Projektpräsentation an der GV im Januar 1998
Die Projektierung und Bauleitung wurde durch Architekt Karl Burch und seine Firma agraplan GmbH, Wilen ausgeführt. Karl Burch war Gründungsmitglied des RCS und Hauptinitiant für die schnelle und gelungene Realisierung des Bootshausprojektes. Der RCS verdankt dem leider viel zu früh verstorbenen «Macher» sehr viel.
Bauherren waren der RCS und der SRV. Der SRV wurde durch die neu gegründete Stiftung «Haus des Schweizer Rudersports» vertreten. Die Federführung lag beim RCS. Die Gebäudenutzung wurde mit zwei Drittel durch den RCS und ein Drittel durch den SRV vereinbart. Zudem entstand eine gemeinsame Bootshaus-Kommission für den späteren Betrieb und den Unterhalt.
Wichtige Meilensteine

Bootshausbau
Projektbeschrieb:
Kosten:

Das fertiggestellte neue Bootshaus am Einweihungstag 8. April 2000
Die Gefahren des Hochwassers

Hochwasser im Mai 1999.

Aus der Vogelperspektive: Blick auf das Bootshaus während des Hochwassers im Mai 1999.

23.8.2005 Luftaufnahme Seefeld mit Bootshaus
Der neue Bootssteg stand Mitte Oktober 1996 fast gleichzeitig mit dem provisorischen Bootsunterstands-Zelt zur Verfügung. Einen für den Ruderbetrieb guten Standort für den Steg konnte direkt unter den beiden Badehüttchen des Klosters am Ausfluss des Sarnersees gefunden werden.

Der Standort des neuen Bootssteges. Die Anforderungen an die Stegkonstruktion waren: grosse Wasserstands-Unterschiede des Sarnersees ausgleichen, Wellensituation bei Südwind (Föhnsturm) berücksichtigen, Breiteneinschränkungen wegen den Vorgaben zum Hochwasserabfluss in der Sarneraa beachten und natürlich die Kosten im Rahmen halten.
Christian Steiger, Vorstandsmitglied des RCS und Kantonsschullehrer mit «mathematischem und physikalischen Hintergrund» hatte die Aufgabe zur Berechnung und Dimensionierung des Steges übernommen. Die zweiteilige Konstruktion (Rampe und Schwimmponton) bestand aus verzinkten Stahlrahmen mit einer Holzbretterabdeckung und Schwimmkörpern aus Blechkanistern. Die Anlegelänge des 2 Meter breiten Schwimmpontons betrug nur 9 Meter, was beim Einwassern des 17 Meter langen und schweren Achterbootes in den kommenden Jahren für einige nasse Füsse sorgte.

Montage der Rampe

Transport auf dem See zum finalen Standort.

Einwassern des Schwimmpontonteils.

Der Kran hebt das Pontonteil ins Wasser
Das Stegprojekt benötigte ein ordentliches Baugesuch, das bereits drei Monate nach der Vereinsgründung im Frühling 1996 eingereicht wurde. Am 4. Juni 1996 bewilligte der Gemeinderat das Gesuch, gleichzeitig erteilte der Kanton alle notwendigen Ausnahmegenehmigungen für das Bauen am Wasser. Die Konstruktion wurde bei der Firma Wolfisberg Metallbau AG in Sarnen vorfabriziert. Am 12. Oktober 1996 konnte der ca. 3 Tonnen schwere Schwimmponton beim Seefeld eingewassert und mit Schiffen zum Standort gezogen werden. Anschliessend erfolgte der Zusammenbau mit der vom Land her montierten Rampe. Alles funktionierte bestens und der Steg war sofort «ruderbereit». Dank der Fronarbeit von Clubmitgliedern konnte der Kostenrahmen von 25’000 Franken eingehalten werden.

Der fertige Bootssteg
Die offizielle Stegeinweihung fand am 13. April 1997 im Beisein von viel Prominenz statt (Kanton, Gemeinde, Kloster, Kantonsschule, SRV und RCS). Das Stegprojekt war ein erstes grösseres Projekt, dass der RCS mit dem SRV gemeinsam realisieren konnte.
Die Aufnahme des Ruderbetriebes im Sarnen erfolgte Ende 1996. Dazu brauchte aber zuerst ein Bootshaus oder Bootsunterstand für die wertvollen Boote und einen Bootssteg zum Ein- und Auswassern.

Panzerzelt in Sarnen zur Aufbewahrung der Ruderboote.

Provisorisches Bootshaus 1996-1999 / Hochwasser
Der RCS konnte als sofortige Übergangslösung von der Armee drei ausgediente Panzerzelte für 1’500 Franken kaufen. Weiter konnten vom Rotsee nicht mehr benötigte Bootsgestelle übernommen werden. Clubmitglieder haben die Zelte und Gestelle in Windeseile aufgebaut. Im November 1996 konnte der noch bescheidene Bootspark mit acht Booten von Wilen nach Sarnen ins provisorische textile Bootshaus gezügelt werden.
Bei der Gründung des RC Sarnen anfangs des Jahres 1996 war den Initianten bereits klar, dass der Standort Wilen nicht optimal war. Es fehlten Infrastrukturen. Die Erreichbarkeit war schlecht, vor allem auch für die Umsetzung des Projektes «Rudern in der Schule». Der RCS konnte in den ersten Monaten die Infrastrukturen des Schweizerischen Ruderverbandes SRV (Steg, Bootsunterstände) mitbenutzen. Der SRV war seit 1986 in Wilen notdürftig untergebracht. Der Verband wollte ausbauen. Es zeichnete sich für den SRV eine Lösung mit dem nicht mehr benötigten Internatsgebäude des Gymnasiums in Sarnen ab. Dieses gehörte dem Benediktiner Kollegium und war bezüglich Seezugang im Sarner Seefeld sehr gut gelegen. Schlussendlich konnte der SRV das ehemalige Internatsgebäude vom Kloster im Baurecht übernehmen, umbauen und 1999 als «Haus des Schweizerischen Rudersports» eröffnen.

Der alte Bootssteg in Wilen
Parallel zum Verband ist es den Vereinsgründern des RCS gelungen, mit grossem Engagement und mit ihren Beziehungen den Umzug von Wilen ins Sarner Seefeld bereits im ersten Vereinsjahr zu organisieren.
Der wichtige Ansprechpartner in der Standortfrage in Sarnen war das Benediktiner Kollegium. Das Areal im Seefeld, im Bereich des unter Denkmalschutz stehenden Pulverturmes, am Sarnersee-Ausfluss und in der Nähe der Schulen wurde als optimaler Ort beurteilt. Das Kloster war Landbesitzer und gleichzeitig auch dem Rudersport sehr wohlgesinnt. Die erforderlichen Baurechtsverträge, auch für das drei Jahre später gebaute Bootshaus, konnten zu günstigen Konditionen abgeschlossen werden. Der Vorstand des RCS ist es zudem gelungen, im Hinblick auf die verschiedenen notwendigen Baubewilligungen auch Kanton und Gemeinde von diesem Standort zu überzeugen.

Die Aufnahme des Ruderbetriebes im Sarnen erfolgte Ende 1996. Dazu brauchte aber zuerst ein Bootshaus oder Bootsunterstand für die wertvollen Boote und einen Bootssteg zum Ein- und Auswassern.